Cincinnati rein amerikanisch: Nakashima und Tiafoe im Halbfinale

Brandon Nakashima besiegte Taylor Fritz mit 7-6(9), 4-6, 6-3 in zwei Stunden und dreizehn Minuten, und kurz darauf schlug Frances Tiafoe Lorenzo Musetti mit 7-6(2), 7-5. Die beiden treffen im Halbfinale von Cincinnati aufeinander, das erste rein amerikanische Halbfinale des Turniers seit Andy Roddick und Mardy Fish im Jahr 2010.
Nakashima, die Nummer 27 der Setzliste, gewann einen ersten Satz, den Fritz fast vollständig kontrolliert hatte, und schloss den Tiebreak mit 11-9 ab. Beim Stand von 2-3 im dritten Satz nach Verlust des eigenen Aufschlags holte er sich sofort den Rebreak in einem sehr langen Game, legte für 5-3 ein weiteres Break nach und schlug zum Matchgewinn auf. Es ist sein vierter Saisonsieg gegen einen Top-10-Spieler und bringt die Bilanz im direkten Vergleich mit Fritz auf 4-2. Ab Montag wird er die Nummer 16 der Welt sein, ein neues persönliches Karrierehoch.
Für Tiafoe ist es das erste Masters-1000-Halbfinale seit zwei Jahren. Das letzte hatte er ausgerechnet in Cincinnati 2024 erreicht, als er ins Finale einzog. Gegen Musetti tat er sich schwer, das Match zu Ende zu bringen. Er servierte zum Matchgewinn, ließ sich beim Stand von 5-5 einholen, holte sich dann das Break zurück und gewann beim vierten Matchball.
Das Turnier liefert damit eine rundum amerikanische Woche. Nakashima ist der erste US-Amerikaner seit Fish 2011, der in derselben Saison die Halbfinals in Kanada und Cincinnati erreicht, sieben Tage nach dem in Montreal gegen Ben Shelton verlorenen Finale. Im Dameneinzel stehen mit Coco Gauff und Jessica Pegula ebenfalls zwei Amerikanerinnen im Halbfinale, insgesamt vier von acht. Das andere Herren-Halbfinale, Flavio Cobolli gegen Arthur Fils, bleibt das einzige ohne Gastgeber-Beteiligung.


