Cobolli-Zverev, zweiter Akt: Die Revanche von München entscheidet über den Einzug ins Halbfinale von Madrid

Flavio Cobolli hat Daniil Medvedev mit 6:3, 5:7, 6:4 in zwei Stunden und zwanzig Minuten beim Mutua Madrid Open 2026 besiegt und damit das erste Masters-1000-Viertelfinale seiner Karriere erreicht. Am Donnerstag, dem 30. April, trifft er auf Alexander Zverev in einer Neuauflage des Halbfinals von München, das der Italiener vor zwei Wochen gewonnen hatte.
Mit 23 Jahren kommt der italienische Weltranglistendreizehnte mit Rückenwind zum wichtigsten Match seiner Saison: als Nummer zehn gesetzt in Madrid, hat er Medvedev in der vierten Runde ausgeschaltet und trifft nun auf einen zweimaligen Sieger des Turniers (2018 und 2021), den zweiten Favoriten des Tableaus. Im direkten Vergleich führt Zverev mit 2:1, doch das letzte Aufeinandertreffen war am 18. April in München, wo sich Cobolli mit 6:3, 6:3 und 32 Winnern durchsetzte und nur acht Punkte mit dem ersten Aufschlag verlor. In jener bayerischen Woche zog der Italiener danach ins Finale ein, wo er Ben Shelton mit 6:2, 7:5 unterlag.
Madrid 2026 entwickelt sich zum Durchbruchsturnier für Cobolli auf dem schnellen roten Sand der spanischen Hochebene. Medvedev in drei Sätzen zu schlagen, in einem Match, in dem sich der Russe den zweiten Satz zurückgeholt hatte, sagt einiges über einen Spieler aus, der gelernt hat, schwierige Momente zu meistern, ohne den Faden zu verlieren. Das Viertelfinale gegen Zverev, angesetzt für 20:00 Uhr Ortszeit auf dem Manolo Santana, wird die Feuerprobe: Es ist eine Sache, einen Top-5-Spieler in einem ATP 250 zu schlagen, eine ganz andere, dies auf der größten Bühne zu wiederholen, gegen einen Gegner, der die Niederlage von München bereits verdaut hat.


