Cobolli und Nadals Dusche: Das Glücksritual auf dem Weg ins Halbfinale

Flavio Cobolli erreichte sein erstes Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere, indem er Felix Auger-Aliassime mit 4-6, 6-4, 6-4, 6-4 im Viertelfinale der French Open besiegte, und erzählte von dem Glücksritual, das ihn in dieser Pariser Woche begleitet: dasselbe Restaurant, dasselbe Menü und vor allem immer dieselbe Dusche. Jene, die Rafael Nadal benutzte.
Der Azzurro, 24 Jahre alt und an Nummer 10 gesetzt, erklärte, er habe sich auf eine kleine, mit Erinnerung beladene Gewohnheit verlassen. Einmal war er zu dem Spanier gegangen, und Nadal hatte ihn zurückgerufen, weil er auf ihn wartete: Er hatte ihm gesagt, dass diese Dusche vierzehn Jahre lang seine gewesen war. "Sono un po' scaramantico, ma non pazzo, questa settimana un po' più pazzo del solito" ("Ich bin ein bisschen abergläubisch, aber nicht verrückt, diese Woche ein bisschen verrückter als sonst"), erzählte Cobolli und scherzte darüber, dass das Beste, was er getan habe, gerade darin bestanden habe, jene Dusche zu benutzen.
Die Geschichte kommt am wichtigsten Tag der Karriere des Römers, und nicht nur für ihn. Am Freitag, den 5. Juni, trifft Cobolli auf Matteo Arnaldi im ersten rein italienischen Halbfinale überhaupt bei einem Grand Slam der Herren, ein Ergebnis, das in jedem Fall einen italienischen Finalisten bei den French Open 2026 garantiert. Arnaldi erreichte das vorletzte Match, als Matteo Berrettini wegen eines Hüftproblems beim Stand von 7-5, 5-2 aufgab.
Zwischen Aberglaube und Geschichte beschert das Pariser Turnier Italien einen beispiellosen Moment. Und wenn Nadals Dusche wirklich Glück bringt, wird zumindest einer der beiden wissen, was er antworten soll.


