Sinner, 100 Slam-Siege: Im Club der Großen mit 24 Jahren

Jannik Sinner hat mit dem Sieg in Wimbledon die Marke von 100 Siegen bei Grand-Slam-Turnieren erreicht, wo er Alexander Zverev im Finale mit 6-7, 7-6, 6-3, 6-4 bezwang. Mit 24 Jahren wird der Südtiroler zum siebtjüngsten Spieler der Open Era, der hundert Siege bei den Majors erreicht.
Seine Slam-Bilanz steht nun bei 100 Siegen und 22 Niederlagen, eine Erfolgsquote von 82 Prozent. In der Rangliste der Schnellsten, die hundert Siege erreicht haben, wird Sinner nur von Bjorn Borg, Boris Becker, Mats Wilander, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Pete Sampras angeführt. Eine Liste, die viel über das Umfeld aussagt, in dem sich der Italiener bewegt.
Er ist zudem der achte aktive Spieler, der dem Club der 100 Slam-Siege beitritt, gemeinsam mit Djokovic, Stan Wawrinka, Marin Cilic, Zverev selbst, Gael Monfils, Kei Nishikori und Grigor Dimitrov. Doch der Wert, der am meisten wiegt, ist das Alter: Fast alle anderen erreichten die Schwelle in einem fortgeschritteneren Alter, nach Karrieren, die eher auf Beständigkeit als auf Frühreife aufgebaut waren.
Der hundertste Erfolg kommt am Tag seines zweiten Titels in Folge bei den Championships, dem fünften Slam in der Vitrine. Gegen Zverev verlor Sinner den ersten Satz im Tie-Break, ehe er die drei folgenden Sätze aneinanderreihte und ein Finale abschloss, das umkämpfter war, als es das Satzergebnis erzählt. Mit vierundzwanzig Jahren beginnen die Zahlen, ihn in eine Gesellschaft einzuordnen, die bis vor Kurzem nur den Namen gehörte, welche die Geschichte des Spiels geprägt haben.


