Zverev Vom Zuma Abgewiesen

Alexander Zverev wurde am Montagabend gegen 22:15 Uhr am Eingang des Zuma, des japanischen Restaurants in der Via della Fontanella di Borghese in Rom, abgewiesen. Der Deutsche, die Nummer 3 der Welt, erschien ohne Reservierung zusammen mit seinem Bruder Mischa und einem Freund, und das Personal, das ihn nicht erkannte, setzte die Hausregel durch: ohne reservierten Tisch kein Einlass.
Die Szene schilderte der ehemalige Abgeordnete Andrea Ruggieri als Gast im Podcast TennisTalker. "Ich war auf der Terrasse des Zuma zum Abendessen und am Eingang sah ich eine unglaubliche Szene. Alexander Zverev mit seinem Bruder Mischa, vor der Tür stehen gelassen", erklärte Ruggieri, der anbot, ihn mit seiner eigenen Reservierung mit hineinzunehmen. Auch dort gab es einen zweiten Haken: der Tisch war für zwei, nicht für fünf. Nach einer kurzen Verhandlung, ohne die Stimme zu erheben, schaffte es die Gruppe schließlich hinein.
In Ruggieris Schilderung wirkte Zverev "äußerst höflich", aber sichtlich peinlich berührt von der Situation. Das Restaurant, von Repubblica kontaktiert, antwortete nur mit einem "no comment".
Der verkorkste Abend endete nicht an der Tür des Restaurants. Am Tag darauf vergab Zverev auf dem Centre Court des Foro Italico vier Matchbälle gegen Luciano Darderi und ließ sich in zwei Stunden und fünfundzwanzig Minuten mit 1-6, 7-6, 6-0 zurückdrängen. Er schied im Achtelfinale der Internazionali gegen einen Gegner aus, der seinen ersten Karrieresieg gegen einen Top 10 holte. Es gibt einen feinen, fast komischen Faden, der die beiden Szenen verbindet: in Rom, innerhalb einer Woche, wurde die Nummer 3 der Welt weder vom Türsteher einer Sushi-Bar noch am Ende vom Tableau erkannt.


