Erdbeben im WTA-Ranking: Chwalinska fliegt, Andreeva führt die Race an

Der erste Montag nach den French Open zeichnet das WTA-Ranking neu. Die größte Überraschung trägt den Namen Maja Chwalinska: Die Polin, die aus der Qualifikation kam und als erste Qualifikantin überhaupt ein Finale in Paris erreichte, klettert 93 Plätze nach oben und steigt direkt auf Rang 21 in die Top Hundred ein, ihr bestes Ranking. Ein Sprung, der ihr eine Setzung bei den großen Turnieren sichern wird.
Im Finale triumphierte allerdings Mirra Andreeva, die eben jene Chwalinska mit 6:3, 6:2 besiegte. Der erste Grand-Slam-Titel ihrer Karriere bringt die neunzehnjährige Russin auf Platz 6 der Welt, ebenfalls eine neue persönliche Bestmarke. Der gewichtigste Wert betrifft jedoch die Race: Andreeva überholt Aryna Sabalenka und Elena Rybakina und übernimmt die Spitze im Rennen um die WTA Finals, ein Zeichen für jemanden, der die solideste Saison des Jahres 2026 erlebt.
Ebenfalls nach oben geht es für Marta Kostyuk, Halbfinalistin, nachdem sie hochkarätige Gegnerinnen ausgeschaltet hatte, ehe gegen Andreeva Schluss war: Für die Ukrainerin steht das Career-High auf Rang 12 zu Buche. In der Spitzengruppe hält sich Sabalenka, die den ersten Platz behauptet, obwohl sie nach dem Aus im Viertelfinale als Vorjahresfinalistin von 2025 ganze 870 Punkte einbüßt. Der Vorsprung auf Rybakina ist dadurch geschrumpft.
Auf der anderen Seite ist der lauteste Absturz jener von Coco Gauff. Die Titelverteidigerin, in der dritten Runde ausgeschieden, rutscht vom vierten auf den siebten Platz: Keine der Topspielerinnen verliert in diesem Update so viel wie sie. Zwischen Aufsteigerinnen und Absteigerinnen erzählt das Ranking von French Open, die den Mut jener belohnten, die nichts zu verteidigen hatten.


