Federer schließt die Tür: Kein Comeback als Profi

Roger Federer hat eine Rückkehr auf die Tour ausgeschlossen. In der Pressekonferenz am Montag in Flushing Meadows, am Vorabend seiner Exhibition im Arthur Ashe Stadium, wurde der Schweizer gefragt, ob er im Zuge der Comeback-Spekulationen um Serena Williams selbst an eine Rückkehr denke. Er antwortete:
"nein, nein, nein, absolut nicht"
und fügte hinzu, er sei froh, dass ihm endlich jemand diese Frage stelle, damit die Sache geklärt sei.
Die Hürden, die er aufzählte, sind konkret. Die Rückkehr in den Dopingkontrollpool, ein Terminkalender, der nicht einmal für Exhibitions Platz lässt, und der Körper. "Das Knie macht nicht mehr mit", erklärte er, und auch der Kopf habe nicht mehr die Geduld, ein paar Jahre abzuwarten, was passiert.
Der 45-jährige Schweizer hat seit dem verlorenen Wimbledon-Viertelfinale 2021 gegen Hubert Hurkacz kein offizielles Einzel mehr bestritten. Mit Blick auf den Dienstagabend räumte er das selbst ein: "Ich habe seit fünf Jahren keinen Satz mehr gespielt, seit dem Match gegen Hurkacz in Wimbledon." Auf dem Programm stehen ein Satz Einzel gegen Andy Roddick und danach ein Satz Doppel an der Seite von John McEnroe, gegenüber Roddick und Andre Agassi.
Es ist die Rückkehr nach New York, sieben Jahre nach seinem letzten Auftritt als Spieler, dem 2019 gegen Grigor Dimitrov verlorenen Viertelfinale. Auf dem Court, auf dem er zwischen 2004 und 2008 fünf Titel in Folge gewann, sieht Federer nach eigenen Worten endlich die Gelegenheit, sich zu bedanken und zu verabschieden. Der Rücktritt beim Laver Cup in London hatte ihm das vor dem amerikanischen Publikum nicht ermöglicht.
Am Samstag, dem 29. August, wird er in Newport zur Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame erwartet, im Jahrgang 2026 gemeinsam mit der Kommentatorin Mary Carillo.


