Magische Tipps, Paris 2026: die Auswahl von Ace Cream und DnaDaTennis

FantatennisNov 15 min
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Das Rolex Paris Masters beginnt am Montag, 2. November, ohne Sinner, der seine Saison am 6. Oktober wegen des rechten Knies beendet hat, und ohne Auger-Aliassime, den ebenfalls das Knie stoppt. Topgesetzt ist Zverev, der ab Montag die Nummer 1 der Welt ist. Gespielt wird zum zweiten Mal in der Plenitude Arena, der früheren La Défense Arena, auf einem Platz, der 2025 deutlich langsamer war als in Bercy. Und es ist das letzte Turnier, das für die Finals in Turin zählt. Zverev, Alcaraz, Shelton und Medvedev sind bereits qualifiziert, die anderen vier Plätze werden hier vergeben, und da Sinner fehlt, rückt als Letzter der Neunte des Race nach.

Fürs Team hat Paris eigene Rechnungen, denn das Feld umfasst sechsundfünfzig Spieler wie in Monte-Carlo und nicht sechsundneunzig wie in Shanghai. Sechzehn Gesetzte, und nur die ersten acht haben in der ersten Runde frei. Da sich die Punkte Match für Match summieren, spielt jeder, der in der ersten Runde beginnt, ein Match mehr, und diesmal gilt das auch für zwei Gesetzte: Jodar, Nummer 9, und Djokovic, Nummer 10, starten am Montag oder Dienstag wie alle anderen. In den unteren Stufen lohnt es sich, nach Spielern mit einem machbaren Auftakt zu suchen. Weiter oben lohnt der Blick auf das Race, denn in Paris spielen manche um Turin, andere haben das Ticket schon in der Tasche.

Diese Analyse zeichnen wir gemeinsam mit unseren Freunden von DNA Da Tennis.

Wundertüte: Holger Rune (3 Credits, sechste Stufe)

Am 18. Oktober 2025 riss er sich im Halbfinale von Stockholm gegen Humbert die linke Achillessehne. Operation, fast ein Jahr Pause, dann im September die Rückkehr im Davis Cup und zwei Auftaktniederlagen auf der Tour, in Tokio gegen Jacquet und in Shanghai gegen Altmaier. Vergangene Woche in Basel kamen die ersten ATP-Siege seit mehr als einem Jahr. Zuerst Halys, 6-4 6-7 7-6, 373 Tage nach der Verletzung. Dann Hurkacz, an Nummer 10 gesetzt, 3-6 6-3 7-6 nach abgewehrtem Matchball. Im Viertelfinale stoppte ihn Vacherot in drei Sätzen.

Und dieses Turnier kennt er gut. 2022 gewann er es mit neunzehn Jahren und schlug im Finale Djokovic 3-6 6-3 7-5. Heute steht er mit Protected Ranking im Tableau, weil seine Weltranglistenposition nach einem Jahr Pause nicht reichen würde.

Die Auslosung hat ihm nichts geschenkt. Zum Auftakt wartet Paul, an Nummer 12 gesetzt, der in den letzten Wochen sowohl in Shanghai als auch in Wien das Viertelfinale erreicht hat. Schlägt er ihn, trifft er auf Merida oder Blockx, dann im Achtelfinale auf einen aus Tiafoe, Fery und Halys und im Viertelfinale auf Shelton. Er kann in der ersten Runde ausscheiden oder die Woche von 2022 wiederholen, und für drei Credits in der sechsten Stufe ist das Risiko minimal. Er ist die Wundertüte des Tableaus.

Belag-DNA: Ugo Humbert (7 Credits, fünfte Stufe)

In Paris spielt Humbert zu Hause. 2024, als noch in Bercy gespielt wurde, erreichte er das Finale, als erster Franzose seit Tsonga 2011, und im Achtelfinale schlug er Alcaraz 6-1 3-6 7-5. Im Finale stoppte ihn Zverev, 6-2 6-2.

Die letzten Wochen waren weniger glanzvoll. In Tokio schlug er Nakashima 6-3 6-2 und verlor dann im dritten Satz gegen Lehecka. In Shanghai schied er im ersten Match gegen Gea aus. In Basel verlor er in der ersten Runde gegen Djokovic in drei Sätzen und ließ sich vom Physiotherapeuten am Rücken behandeln. Aktuell ist er die Nummer 38 der Welt.

Die Auslosung beschert ihm zum Auftakt van de Zandschulp, dann Nakashima, an Nummer 14 gesetzt und in Tokio bereits geschlagen, oder Berrettini. Im Achtelfinale kann er erneut auf Alcaraz treffen, in derselben Runde wie vor zwei Jahren. Das Einzige, was man prüfen muss, ist der Rücken. Ist er fit, ist er die sieben Credits in der fünften Stufe allemal wert.

Die Falle: Ben Shelton (28 Credits, erste Stufe)

Nach Turin fährt er ohnehin: Im Race ist er Vierter, und der Platz bei den Finals ist ihm sicher. Paris zählt für ihn weniger als für viele andere, und die letzten Wochen laden nicht zum Investieren ein.

In den zwei Turnieren nach dem verlorenen US-Open-Finale gegen Zverev hat er zwei Matches gewonnen und zwei verloren. In Shanghai schied er nach Altmaier gegen Gea aus, 7-6 7-6 für den Franzosen. Am Donnerstagabend verlor er in Basel in der zweiten Runde 6-3 6-7 7-6 gegen den Schweizer Jérôme Kym, Nummer 222 der Welt. 2026 hatte noch kein so tief platzierter Spieler einen Top-10-Spieler geschlagen.

Auf dem Papier ist die Auslosung bequem: Freilos, dann Norrie oder Arnaldi, im Achtelfinale Francisco Cerundolo, an Nummer 16 gesetzt, Rinderknech oder ein Qualifikant, im Viertelfinale einer aus Tiafoe, Paul, Rune und Fery. Aber achtundzwanzig Credits in der ersten Stufe sind genauso viel wie in Shanghai, wo er nur ein Match gewann, und für zwei Credits mehr gibt es Medvedev. Wir lassen ihn weg, wir sehen uns in Turin.

Wunderkind: Rafael Jodar (27 Credits, zweite Stufe)

Zwanzig Jahre alt, erste Profisaison nach dem Abschied von der University of Virginia Ende 2025, und am Montag steht er erstmals in den Top Ten der Welt. Die Finals sind zum Greifen nah. Nach den Halbfinals von Wien ist er Zehnter im Race mit 3.209 Punkten, einen weniger als de Minaur, der heute das Finale von Wien gegen Alcaraz spielt. Da Sinner fehlt, bedeutet Platz neun Turin, und Paris ist das letzte Turnier, um ihn zu holen.

In Shanghai wurde er zum jüngsten Finalisten der Turniergeschichte, nach Siegen über Ruud im Viertelfinale und Medvedev im Halbfinale, 6-3 6-4. Im Finale gewann er den ersten Satz 6-1, dann drehte Davidovich Fokina das Match, 1-6 7-6 6-4. In Basel schlug er Tabilo 6-4 6-2 und verlor dann gegen Vacherot, 7-6 2-6 7-6.

Als Nummer 9 der Setzliste hat er kein Freilos, und fürs Team ist das ein Vorteil: ein Match mehr, um Punkte zu sammeln. Zum Auftakt trifft er erneut auf Tabilo, den er dreimal in vier Duellen geschlagen hat, zuletzt am Dienstag in Basel. Dann Ruud oder ein Qualifikant, im Achtelfinale wahrscheinlich Cobolli, der in Wien wegen eines Problems am linken Oberschenkel aufgab, und im Viertelfinale Medvedev oder Davidovich Fokina. Siebenundzwanzig Credits, fünf mehr als in Shanghai: Die Preisliste hat ihn bemerkt. Aber in Paris spielt er um Turin, und die Qualifikation für die Finals in der ersten Saison wäre der Wahnsinn.

Mann der Stunde: Daniil Medvedev (30 Credits, erste Stufe)

Seit Ende September hat er fünf Turniere gespielt, zwei gewonnen und in den anderen drei das Halbfinale erreicht. In Hangzhou schlug er Rublev im Finale mit 23 Assen. In Almaty verteidigte er am 25. Oktober erstmals in seiner Karriere einen Titel und drehte dabei einen Satzrückstand gegen Basilashvili. Dazwischen liegen die Disqualifikation von Peking, im Halbfinale gegen Djokovic, nach einem Ball, der einen Zuschauer traf, und die verlorenen Halbfinals gegen Jodar in Shanghai und gegen Alcaraz in Wien. Die Bilanz: achtzehn Siege und drei Niederlagen.

Für Turin ist er seit dem 30. Oktober qualifiziert, zum siebten Mal in acht Jahren, in Paris kann er also auf Sieg spielen. Und Paris kennt er: 2020 gewann er das Turnier mit einem Finalsieg über Zverev, ein Jahr später verlor er das Finale gegen Djokovic. 2025, bei der ersten Ausgabe in der Défense Arena, schied er im Viertelfinale gegen Zverev aus, obwohl er zwei Matchbälle hatte.

Die Auslosung beschert ihm ein Freilos, dann Buse oder Bergs, im Achtelfinale einen aus Davidovich Fokina, Kouamé, Shapovalov und Khachanov und im Viertelfinale Cobolli oder Jodar, der ihn in Shanghai geschlagen hat. Dreißig Credits in der ersten Stufe, vier mehr als in Shanghai, sind der Preis für zwei Titel in einem Monat. Der einzige Zweifel ist der Tank: Paris ist seine dritte Woche in Folge nach Almaty und Wien. Hier geht es um den Sieg bei einem Masters 1000.

Low Budget mit Potenzial: Arthur Fery (3 Credits, fünfte Stufe)

Wimbledon war keine Eintagsfliege. Im Juli erreichte er als Wildcard-Spieler und Nummer 114 der Welt das Halbfinale: Dimitrov im fünften Satz im Achtelfinale, Cobolli im Viertelfinale, dann stoppte ihn Zverev. In der Open Era hatte nur Ivanisevic 2001 als Wildcard-Spieler das Halbfinale von Wimbledon erreicht.

In Wien zeigte er phasenweise dasselbe Niveau. Er schlug Fearnley, der beim Stand von 5-1 aufgab, und dann Musetti 6-4 5-7 6-4. Im Viertelfinale ließ ihm Zverev allerdings nur zwei Games. Der Brite, in Frankreich geboren und in Wimbledon aufgewachsen, ist aktuell die Nummer 35 der Welt.

Die Auslosung beschert ihm Halys mit dem Heimpublikum im Rücken, dann Tiafoe, an Nummer 7 gesetzt, und im Achtelfinale einen aus Paul, Rune, Merida und Blockx. Drei Credits in der fünften Stufe, zwei weniger als in Shanghai, trotz des Viertelfinals in Wien. Ein Tipp, den man ausprobieren sollte.

Der weise Alte: Novak Djokovic (23 Credits, dritte Stufe)

Paris hat er siebenmal gewonnen, öfter als jeder andere: 2009, 2013, 2014, 2015, 2019, 2021 und 2023. 2024 und 2025 war er nicht dabei. In diesem Jahr kehrt er mit einem klaren Ziel zurück. Im Race ist er Elfter mit 2.900 Punkten, 310 hinter de Minaur, und für Turin braucht er mindestens ein Halbfinale, vielleicht reicht nicht einmal das. Er hat gesagt, er wäre gern bei den Finals dabei.

Die Form kommt in Schüben. Am 6. Oktober gewann er den Titel in Peking, nachdem er Zverev im Viertelfinale geschlagen hatte. Dann verlor er in Shanghai sein erstes Match gegen Hurkacz, und in Basel scheiterte er nach einem Sieg über Humbert an Struff, der ihn zuvor nie geschlagen hatte.

Als Nummer 10 der Setzliste beginnt er in der ersten Runde, mit einem unbequemen Auftakt. Da ist Vacherot, der ihn vor einem Jahr im Halbfinale von Shanghai geschlagen hat und aus dem Finale von Basel kommt. Dann Darderi oder ein Qualifikant, im Achtelfinale de Minaur, direkter Rivale um Turin, und im Viertelfinale Zverev. Dreiundzwanzig Credits in der dritten Stufe sind einer mehr als in Shanghai und sieben weniger als bei den US Open. Für den Spieler, der dieses Turnier öfter gewonnen hat als jeder andere, mit Turin auf dem Spiel und einem Match mehr zu spielen, ist das eine Chance, die man nicht verpassen sollte.

Publikumsliebling: Moïse Kouamé (1 Credit, sechste Stufe)

Siebzehn Jahre alt, geboren in Sarcelles vor den Toren von Paris, mit einer Wildcard im Tableau. In Paris hatten wir ihn schon bei Roland Garros gesehen, auf Sand und ebenfalls mit Wildcard. Er schlug Cilic 7-6 6-2 6-1 und dann Vallejo in fünf Stunden im entscheidenden Tie-Break des fünften Satzes, bevor er in der dritten Runde gegen Tabilo verlor, wieder im fünften. Seit Nadal in Wimbledon 2003 hatte kein so junger Spieler die dritte Runde eines Grand Slams erreicht.

Und er kommt mit Schwung. Heute spielt er in Brest gegen Martin Damm sein erstes Challenger-Finale, und mit diesem Turnier steht er in den Top 150 der Welt. Im März hatte er in Miami sein erstes Match bei einem Masters 1000 gewonnen, als jüngster Spieler seit Nadal.

In der ersten Runde trifft er auf einen formstarken Davidovich Fokina: Titel in Chengdu, erstes Masters 1000 der Karriere in Shanghai, zehn Siege in Folge in China. Seit Shanghai hat er allerdings nicht mehr gespielt und für Basel abgesagt. Kommt Kouamé weiter, trifft er auf Shapovalov oder Khachanov und im Achtelfinale auf Medvedev. Ein Credit in der sechsten Stufe, das Minimum der Liste: Er steigt in der ersten Runde ein und hat mit einem gewonnenen Match seinen Zweck schon erfüllt.

Die Logik des Teams

Zuerst sollte man schauen, wo sie gelandet sind. In der oberen Hälfte steht Djokovic allein im Viertel von Zverev, während im Viertel von Shelton auch Rune und Fery stehen, die sich im Achtelfinale begegnen können. In der unteren Hälfte stehen Jodar, Medvedev und Kouamé im selben Viertel: Kouamé kann im Achtelfinale auf Medvedev treffen, Jodar im Viertelfinale. Humbert ist der Einzige im Viertel von Alcaraz.

Für uns beginnt das Team mit Medvedev und Djokovic, die sich nur im Finale begegnen können: dreiundfünfzig Credits für beide. Zwischen Medvedev und Shelton gibt es nichts zu überlegen, denn zwei Credits Unterschied trennen zwei Titel in einem Monat von zwei Niederlagen in den letzten drei Matches. Jodar passt auch neben Medvedev, weil sie sich erst im Viertelfinale treffen können und er ein Match mehr zu spielen hat. Zwischen Rune und Fery, die beide drei Credits kosten, kommt Fery zuerst: Zum Auftakt trifft er auf Halys und nicht auf einen Gesetzten. Humbert und Kouamé schließen das Team mit acht Credits für beide ab.

Vor dem Bestätigen zwei Checks. Der erste ist Cobolli: Hält der Oberschenkel nicht, öffnet sich Jodars Achtelfinale. Der zweite sind die Endspiele am Sonntag, denn de Minaur in Wien verschiebt das Race für Jodar und Djokovic. Den Rest entscheidet ein Turnier, das 2022 an einen Neunzehnjährigen ging, der ungesetzt angetreten war.