Sabalenka bricht in Paris ein: zehn Spiele in Folge und der Gefühlsausbruch auf der Pressekonferenz

NewsJun 32 min
Sabalenka bricht in Paris ein: zehn Spiele in Folge und der Gefühlsausbruch auf der Pressekonferenz

Diana Shnaider hat Aryna Sabalenka im Viertelfinale von Roland Garros ausgeschaltet und sich mit 3-6, 7-5, 6-0 auf dem Philippe-Chatrier durchgesetzt. Für die Russin, Nummer 25 der Setzliste und Nummer 23 der Welt, ist es der erste Karrieresieg gegen eine Weltranglistenerste.

Der Einbruch der Belarussin hat wenige jüngere Vorbilder. Sabalenka, die topgesetzte Spielerin, führte mit 6-3, 4-1 und schlug beim Stand von 5-4 im zweiten Satz zum Matchgewinn auf, vergab dabei zwei Matchbälle. Von da an verlor sie zehn Spiele in Folge, gab den zweiten Satz mit 7-5 und den dritten mit einem deutlichen 6-0 ab. Siebenundfünfzig unerzwungene Fehler an einem windigen Tag mit offenem Dach, eine Bedingung, über die sich Sabalenka selbst nach dem Match beklagte.

Auf der Pressekonferenz antwortete sie auf die Frage nach ihren Empfindungen: „Keine Gedanken, keine Gefühle. Ich will gerade einfach mit dem Tennis aufhören.“ Worte, die sie jedoch sofort relativierte: „Aber wir werden sehen. Wir werden in ein paar Tagen sehen. Hoffentlich finde ich mental wieder zurück.“ Also keine Rücktrittsankündigung, sondern der spontane Gefühlsausbruch einer erschütterten Spielerin. Sie sprach davon, in „einem sehr tiefen, tiefen, dunklen Loch“ gelandet zu sein, aus dem sie mental nicht mehr herausgefunden habe.

Für Shnaider, zweiundzwanzig Jahre alt, ist es das erste Grand-Slam-Halbfinale ihrer Karriere. Sie trifft auf die polnische Qualifikantin Maja Chwalińska, die Nummer 114 der Welt: Im Damen-Tableau von Paris ist nun eine erstmalige Grand-Slam-Siegerin garantiert.

Sabalenkas Aus beendet eine Serie von vierzehn aufeinanderfolgenden Grand-Slam-Viertelfinals. Bemerkenswert ist weniger die Niederlage an sich als ihr Verlauf: Selten hatte sich eine Weltranglistenerste so nah am Sieg befunden, um sich dann völlig zu verlieren, bis hin zu einem dritten Satz ohne ein einziges gewonnenes Spiel.