Zverev Und Olympia-Gold: "Ich Würde Es Gegen Keinen Slam Tauschen"

Alexander Zverev hatte keine Zweifel, als er gefragt wurde, ob er sein olympisches Gold von Tokio gegen einen Grand-Slam-Titel tauschen würde: "Keine Chance". Der Deutsche sagte es in Paris, nachdem er das Halbfinale der French Open erreicht hatte, mit einem Sieg über den Spanier Rafael Jodar 7-6(3), 6-1, 6-3.
"Die Goldmedaille ist für mich das Schwerste, was man gewinnen kann, weil man nur alle vier Jahre eine Chance hat", erklärte er. "Man macht es für sein Land, man macht es für die Menschen zu Hause. Ich werde meine Goldmedaille niemals gegen irgendetwas eintauschen, aber ich hätte nichts dagegen, der Liste noch ein paar Dinge hinzuzufügen."
Dieser letzte Satz wiegt schwer, denn die Liste, auf die Zverev anspielt, hat eine offensichtliche Lücke: drei Slam-Finals gespielt, drei Slam-Finals verloren. Die US Open 2020 gegen Thiem, nachdem er mit zwei Sätzen geführt hatte. Die French Open 2024 gegen Alcaraz. Die Australian Open 2025 gegen Sinner. Ein Spieler, der bei den größten Turnieren bis ganz nach vorne gekommen ist, ohne je den Sack zuzumachen, und der genau hier in Paris vor der vierten Gelegenheit stehen könnte.
Die Hierarchie, die Zverev für sich beansprucht, ist im Tennis ungewöhnlich, wo der Slam nach wie vor der Maßstab ist, an dem Karrieren gemessen werden. Doch das Gold von Tokio ist etwas, das weder Federer im Einzel noch Sinner noch Alcaraz bisher in die Vitrine gestellt haben. Im Halbfinale trifft der Deutsche auf den Sieger zwischen dem Brasilianer Fonseca und dem Tschechen Mensik, zwei jungen Spielern, die ihre erste olympische Medaille, wenn überhaupt, erst in einigen Jahren erreichen werden.


