Berrettini in Montreal ausgeschieden: Kein Gefühl für den Ball

Matteo Berrettini wurde in der ersten Runde des Masters 1000 von Montreal von Mariano Navone besiegt, der sich mit 6-3, 6-7(5), 6-3 in drei Stunden und drei Minuten effektiver Spielzeit durchsetzte. Eine Partie, die von zwei Regenunterbrechungen zerstückelt wurde und sich über fast drei Tage hinzog – von der Verschiebung am Sonntag, den 2. August, bis zum Abschluss am Dienstag.
Nach dem Spiel begann der Italiener mit seinen Eindrücken auf dem Platz. "Ich konnte mich nicht gut an die Bedingungen gewöhnen, ich hatte kein gutes Gefühl für den Ball", erklärte er. "Ich hatte das Gefühl, viele Fehler zu machen, dass sich der Ball stark bewegte, ich hatte wenig Gefühl für den Ball." Die Unterbrechungen taten ihr Übriges: "Ich bin nach der Pause schlecht wieder ins Spiel gekommen", gab er zu und räumte dabei ein, dass "ich beim dritten Mal, als ich wieder auf den Platz kam, meiner Meinung nach eine andere Energie hatte".
Es war Berrettinis erstes Match nach Wimbledon. Als Nummer 40 der Welt musste sich der Römer der Nummer 44 geschlagen geben, die ihn zuvor noch nie besiegt hatte: Alle drei bisherigen Duelle, allesamt auf Sand ausgetragen, waren zugunsten des Italieners ausgegangen.
Das körperliche Kapitel bleibt das heikelste. "In den Tagen vor dem Turnier habe ich ein wenig Beschwerden gespürt", erzählte er und fügte hinzu, dass "mein Körper stark beansprucht wurde und deshalb hin und wieder Beschwerden auftauchen, die mental schwerer zu bewältigen sind als körperlich". Der nächste Termin ist Cincinnati: "Es werden ein paar Tage bleiben, um mich zu erholen und in Cincinnati besser abzuschneiden".
Besonders bemerkenswert ist ein letzter Satz, der den Berrettini dieser Karrierephase besser beschreibt als jede Statistik: "Ich will spielen, wenn es mir Freude macht zu spielen, wenn ich den richtigen Anreiz finde".


